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Wenn wir über Risikomanagement und -streuung sprechen, müssen wir uns auch immer über das Thema Korrelation unterhalten. Doch was ist Korrelation, und wie nutzen wir sie für uns, bzw. so, dass sie uns nicht gefährlich werden kann?

Nun, dazu müssen wir erstmal klären, was Korrelation beim Trading überhaupt bedeutet, die meisten Leute haben schon mal davon gehört aber den meisten ist sie nicht wirklich ein Begriff. Korrelation bedeutet eine gewisse Beziehung oder Abhängigkeit von verschiedenen Werten oder Handelsinstrumenten zueinander. Einfache Beispiele beim Währungshandel sind: EURUSD, GBPUSD, USDJPY. Wenn ich drei Positionen am US-Doller eröffne, womöglich alle in die gleiche Richtung (also auf schwachen oder starken USD), bin ich dreimal eben der Schwäche oder der Stärke des USD ausgesetzt. Das erhöht mein Risiko immens. Statt dem 1% sind wir jetzt mit 3% im Risiko!. Deshalb gilt hier die Regel, dass man sich das schönere technische Setup heraussucht, und nur dieses handelt. Die Beachtung der Korrelation gehört also zu einem vernünftigen Portfoliomanagement und zur Diversifikation dazu. Und Diversikation bedeutet eben, meine Investments auf verschiedene Assetklassen aufzuteilen, also nicht nur in Devisen, sondern auch in andere Bereiche.

Welche Assetklassen stehen uns zur Verfügung:

Hier haben wir eine Vielzahl an Möglichkeiten, zu Diversifizieren und unser Geld an den Märkten anzulegen, hier ein paar Auszüge:

  • Devisen (Währungen)
  • Aktien (und ETFs etc.)
  • Anleihen
  • Bonds
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen

 

Alleine bei den Devisen gibt es schon die unterschiedlichsten Korrelationen, die beachtet werden müssen, hier mal eine Tabelle, die täglich angibt, wie sich die Währungspaare zueinander verhalten:

Bild von Korrelationen der Währungspaare

Quelle: https://de.tradingview.com/markets/currencies/cross-rates-overview-heat-map/

Solche Tabellen gibt es zu verschiedenen Assetbereiche, zum Beispiel auch, wie sich die Aktien innerhalb eines Index zueinander verhalten. Oder wie sich diverse Aktien zueinander verhalten. Ein gutes Beispiel hierfür waren während der COVID-Phase die Werte der Pharmaindustrie, wenn neue Nachrichten über die Bereitstellung von Impfstoffen kamen. Oder andere Sektoren, wie Chemie oder die Automobilindustrie, oder aber der Tech-Sektor, der gerade einen sehr schlechten Monat hinter sich gebracht hatte.

Viele Fondsmanager nutzen die Korrelation auch, um das Risiko zu reduzieren, und die Schwankungsbreite, die Volatilität zu verringern. Allerdings auch immer ein wenig auf Kosten der Rendite, da vereinfacht gesagt, wenn ein Instrument stark ist, ein anderes schwach ist.

Auch die Zentralbanken spielen hierbei eine Rolle: Wenn die EZB und die Fed, so wie gerade aktuell die Zinsen erhöhen, werden zum Beispiel Aktien weniger attraktiv im Vergleich zu aktuell emittierten Anleihen, die eine gute Zinsrendite versprechen. Somit werden Verkäufe an den Aktienmärkten stattfinden, da die Anleger für weniger Risiko auch vernünftige Renditen bekommen können.

Und wenn ich als Trader beispielsweise auf Indices Trade, hier einen Long Trade am DAX eröffne, und noch einen am S&P, dann sollte mir bewusst sein, dass auch diese korrelieren und sich in der Regel ähnlich verhalten. Ich bin also wieder mit dem doppelten Risiko unterwegs. Wenn die Märkte also fallen, fahre ich zwei Verlusttrades ein.

Also, zusammenfassend solltest Du Dir also einen Überblick über die Korrelationen der Instrumente verschaffen, mit denen Du handelst, und wissen, wie Du diese für Dich einsetzen kannst, zur Gewinnoptimierung und Vermeidung von größeren Verlusten, als sie sein müssen.

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